Ausbildung

Die neue APO 2014

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Die neue APO erläutert, welche Qualifizierungsmöglichkeiten Ausbilder haben. (Foto: Toffi)

Im ersten und zweiten Teil der Serie haben Sie die Leitgedanken der neuen APO und die neue Struktur der Abzeichen kennengelernt. Im dritten Teil dreht sich alles um die Schlüsselfiguren des Lernens im Pferdesport: Es geht um die Ausbilder und deren Qualifizierungsmöglichkeiten in der APO.
Zur Einordnung der APO im
Lizenzsystem des Sports
Alle Informationen rund um die Ausbildung der Ausbilder sind im Abschnitt E der APO beschrieben. Erstmals finden sich dort die Bestimmungen für die staatlich anerkannte Berufsaus- und Berufsfortbildung (Pferdewirt, Pferdewirtschaftsmeister). Sie waren bisher  als Anhang in der APO zu finden und haben jetzt ihren Platz unmittelbar neben den Bestimmungen zur Verbandsaus- und Verbandsfortbildung gefunden.
Überall im organisierten Sport in Deutschland findet sich das gleiche System der drei aufeinander aufbauenden Lizenzstufen. Es reicht vom Trainer C auf der ersten Lizenzstufe bis zum Trainer A auf der dritten und höchsten Stufe. Die dazugehörenden Rahmenrichtlinien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sorgen dafür, dass in jeder Sportart nach ähnlichen Prinzipien vergleichbare Grundlagen vermittelt werden.
Für die spezifische Ausprägung sorgen die Ausbildungsordnungen der Sportfachverbände – so auch die APO der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Dieses Grundprinzip gilt ebenso für die Vergabe und Verlängerung der DOSB-Trainerlizenz. Die neue APO trägt diesem Gedanken durch die Integration der Lizenzordnung vermehrt Rechnung.
Mehr Qualität,
bewährte Struktur
Die Veränderungen in der Trainerqualifizierung zielen vor allen Dingen auf die Qualität der praktischen Ausbildertätigkeit ab. Sie rückt noch mehr in den Mittelpunkt. Das ist nur folgerichtig und führt den Leitgedanken der Handlungsorientierung des neuen ­Abzeichensystems konsequent fort. Dementsprechend gehören auch in der Trainerprüfung die bisherigen „Theoriestationen“ der Vergangenheit an, die Überprüfung der Methodenkompetenz lösen sie ab.
Zum Beispiel beim Trainer C Reiten im Prüfungsfach Pferdehaltung/Veterinärkunde: Hier wollen die Prüfer zukünftig sehen, wie die angehenden Trainer den richtigen und sicheren Umgang mit dem Pferd vermitteln. Welche methodischen Ideen werden eingesetzt und wie gut passen diese zur Zielgruppe und zum jeweiligen Inhalt?
Für die Trainerprüfung stehen Probanden bereit, mit denen die Prüfungskandidaten ganz praktisch zeigen, wie gut sie die Vermittlung des Stoffes beherrschen - ein Spiegelbild zu den neuen Abzeichen-Stationsprüfungen.
Das gleiche Prinzip setzt sich in der Reitlehre fort. Schon in der Klausur gilt es, anhand kleiner Fallbeispiele Lösungen für die Anwendung der Reitlehre zu formulieren. Für die zweite Reitlehre-Note geht es in die Reithalle oder auf den Außenplatz: Wieder stehen Probanden zur Verfügung, mit deren Hilfe die Vermittlungskompetenz unter Beweis gestellt wird.
In Westfalen wird dieses Grundprinzip in den Trainerprüfungen überwiegend bereits praktiziert und kann nun noch mehr intensiviert werden.
Ansonsten bleibt es beim Trainer C in weiten Teilen bei der bisherigen Form und Struktur des Trainerlehrgangs und der Trainerprüfung. Auch zukünftig werden die eigenen reiterlichen Fähigkeiten  in drei Teilprüfungen bewertet, die Fähigkeit zur Unterrichtserteilung wird in zwei Sequenzen mit Reitern in der Reithalle oder im Außengelände präsentiert.
Dabei darf keine der beiden Noten für die Unterrichtserteilung  schlechter sein als ausreichend. In einer weiteren Station geht es um die Anwendungsfähigkeit sportwissenschaftlicher Grundlagen. Darunter fällt zum Beispiel das Wissen über die motorischen Grundlagen des Reitens und des Bewegungslernens.
Nicht verändert hat sich die bewährte Differenzierung in die Profile Basissport und Leistungssport. Sie wurde sogar noch etwas geschärft. So werden für die Zulassung zum Trainer C Leistungssport zukünftig mehr Platzierungen verlangt als bisher (s. Tabelle).

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 1/2014 von Reiter & Pferde in Westfalen.