Gesundheit

Alleskönner Stroh

Stroh kommt aus der Landwirtschaft und geht als Mist auch wieder zurück in den natürlichen Kreislauf der Landwirtschaft.

Ein Plädoyer fürs Stroh: Der Alleskönner dient nicht nur dem Aufsaugen von Urin, sondern bettet das Pferd weich und dient als Raufutter – und das seit der Antike. Und doch muss auch das leidensfähige Stroh korrekt genutzt werden. Was Sie noch nicht über Stroh wussten, verrät Ihnen R&P-Autorin Uta Over.
Die Bedeutung des Strohs in der Pferdehaltung wird oft unterschätzt und dem Stroh gelegentlich wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Man streut ganz selbstverständlich mit Stroh ein und nimmt es als gegeben hin, dass die Pferde einen Teil der Einstreu fressen. Wie hoch dieser Anteil ist, und wie er gegebenenfalls in der Futterration zu berechnen ist, welche Strohsorte überhaupt dafür geeignet ist und welche Risiken Stroh beinhaltet, das wird oft zu wenig  berücksichtigt.
Was ist eigentlich Stroh?
„Stroh“ ist ein Sammelbegriff für trockene und ausgedroschene Halme und Blätter von Getreide, Ölpflanzen, Faserpflanzen oder Hülsenfrüchten, also nicht von den für Pferde allgemein vorgesehenen Futterpflanzen wie Gräsern, Kräutern und gewissen Leguminosen. Vielmehr ist Stroh das Nebenprodukt anders genutzter Pflanzen, deren Samen vor dem Dreschen entnommen wurden. Seit Getreide, Ölpflanzen, Faserpflanzen und bestimmte Hülsenfrüchte angebaut wurden, wurde auch ihr Stroh genutzt. Schon in der Antike mischte man Lehm und Kuhfladen mit Stroh und mauerte Wände – im Mittelalter die Fachwerkhäuser – man deckte und deckt auch heute noch Dächer mit Stroh, nutzte Strohsäcke als wärmende Unterlage im Bett, flocht Körbe und Strohschuhe daraus und streute es als aufsaugende und wärmende Unterlage in Tierställen ein. Die Nutzung des Nebenprodukts Stroh erfolgte kontinuierlich von der Antike bis zur heutigen Zeit. Heute wird Stroh auch als moderner Dämmstoff im Hausbau, als Biokraftstoff und in großen Mengen auch als Unterlage zur Champignonzucht genutzt. Ein großer Teil des Strohs allerdings wird immer noch in der Landwirtschaft als Futterergänzung und Einstreu genutzt und dann als Mist in den natürlichen Kreislauf zurückgegeben.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 1/2017 von Reiter & Pferde in Westfalen.