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Mehr Farbe!

Mit dem Designkonfigurator von Humbaur sind die tollsten Farbspielereien möglich, wie dieser Anhänger Maximus Deluxe beweist. (Foto: Hersteller)

Irgendwann tauchten sie an Messeständen und wenig später dann auf den Anhänger-Parkplätzen von Reitturnieren auf – die ersten Farbtupfer. 2010 sei das gewesen, meint Carolin Müller, Marketingleiterin bei Böckmann in Lastrup.
„Seitdem sind auf dem Anhängermarkt viele neue Farben angeboten worden.“ Wann daraus ein Trend wurde, lasse sich schwer festlegen. Etwa ab 2013 hätten Kunden auch knalligere Farben nachgefragt.
Wie Farbtrends entstehen
Humbaur sah die Zeit extrem kräftiger Farben in jenem Jahr noch nicht ganz als gekommen. „Vielmehr waren damals auffällige und großformatige Beschriftungen im Trend“, sagt Monika Niederreiner, Marketingleiterin des Gersthofener Herstellers. Erst 2015 habe man unter großem Anklang den ersten pinken Anhänger bei der Equitana gezeigt.
Im gleichen Jahr tauchte Bücker aus Emsdetten erstmals mit seinem Care-liner bei der Pferdemesse auf – in Apfelgrün. „Eigentlich als Messe-Gag geplant, war die Resonanz bei den Besuchern jedoch groß“, sagt Marketingchef Philipp Bücker. In der Folge seien auf vielfachen Kundenwunsch weitere grelle Farbtöne in den Konfigurator aufgenommen worden.
Seitdem können Interessenten auf den Internetseiten diverser Hersteller ihre künftigen Pferdehänger nicht nur technisch ausrüsten und mit allem erdenklichen Zubehör ausstatten, sondern auch ihrer Lust auf spezielle Farbgebung frönen. Was sie laut Carolin Müller auch tun:
„Unsere Erfahrung ist, dass die meisten Kunden sich einen Eindruck davon machen möchten, wie der Anhänger aussehen soll. Da wird sehr individuell mit Farben experimentiert.“ Das sei wichtig für die eigene Vorstellung und passiere sogar noch vor der technischen Konfiguration.
Auf welchem Weg einzelne Farben zunächst auf den Webseiten und schließlich auf den Anhängern landen, ist ganz verschieden. So versucht Humbaur, mehr über die Stimmung am Markt herauszufinden. Vor Corona wurden dafür beispielsweise auf Veranstaltungen oder Messen neue Farbkombinationen getestet und die Rückmeldung von Kunden und Händlern genutzt, um Trends zu erkennen.
„Manche Farben probieren wir auch erst einmal mutig aus, zum Beispiel mit einer Sonderedition, und hoffen, damit einen Trend zu setzen“, sagt Monika Niederreiner.
Auch Böckmann nutzt Sondermodelle für neue Töne. Manche Farben gehen aber sogar auf Kunden zurück. So wurde ein knallig pinker Careliner laut Philipp Bücker auf besonderen Wunsch einer Schweizer Kundin gebaut. „Wir haben lange mit uns gerungen, ob wir das wirklich tun sollten.“ Als der Anhänger fertig war, wurde das Foto in den sozialen Medien verbreitet. Daraufhin ging es viral – und die Farbe in Serie.

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