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Spaß mit Hund

Hunde gehören so selbstverständlich wie Pferde in einen Reitbetrieb. Damit Menschen, Pferde und die Hunde selbst auch ihren Spaß daran haben, braucht es ein klares Konzept und ein wenig Durchhaltevermögen. Wie‘s geht, erläutern unsere Fachleute.
Oft sind Pferdemenschen auch Hundemenschen. Viele Reiter bringen ihren Hund nur zu gerne mit in den Reitstall. Schließlich lassen sich so geschickt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:
Während der Reiter sich um sein Pferd kümmert, kann der Hund nach Herzenslust spielen, toben und am Ende ausgepowert und zufrieden wieder mit nach Hause fahren. Doch tatsächlich genießen die Hunde im Reitstall meist Narrenfreiheit. Sie verwandeln die Stallgasse in eine Spielwiese, plündern die Futterkammer, machen den Reitplatz zur Buddelkiste oder versehen ihr Revier mit allerhand Duftmarken. Dann ist der Ärger programmiert, sagt Hundetrainerin Nicole Brinkmann, die in ihrer ­Hundeschule „Lieblingsviecher“ in Mettmann ein spezielles Reitbegleithundetraining anbietet. Schließlich bedeutet ein Hund, der im Stall seine eigenen Wege geht, immer ein Risiko für Reiter, Pferde und sich selbst. Brinkmann geht noch weiter: „Ein Hund, der im Reitstall keine Aufgabe hat, ist nicht glücklich.“ Hunde wollen arbeiten und das muss sich für sie lohnen, lautet ihr Grundsatz. Sie plädiert beim Training für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit. Arbeit bedeutet für den Hund, Anweisungen zu befolgen, um dafür belohnt zu werden. Freizeit meint, Hund sein zu dürfen, umherzutollen und ausgelassen zu spielen. Sabine Lang, Leiterin des Zentrums für Pferd, Hund und Mensch, macht die besondere Aufgabe des Tierhalters für ein harmonisches Miteinander im Reitstall deutlich: „Es liegt in der Verantwortung des Hundehalters, dass sich der Hund im Stall an Regeln hält. Er muss dafür sorgen, dass sich genetisch bedingtes Verhalten des Hundes, wie Jagen oder Hüten, nicht verselbstständigt.“ Sie rät, beispielsweise die Futterkammer zum Taburaum zu machen oder unkontrolliertes Rennen auf Weide und Stallgasse nicht zu erlauben. Außerdem sollten sich alle Hundehalter am Stall einigen, fremde Hunde nicht mit Leckerlis zu füttern. „Das kann Ärger unter den Hunden schüren“, erklärt sie. Hinzu kommt die Position des Hunde- und Pferdehalters als Vermittler zwischen den Tieren. „In unsicheren Situationen sollen sich die Vierbeiner an ihm orientieren“, schildert Lang.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 10/2018 von Reiter & Pferde in Westfalen.