Editorial

Jetzt doch noch

Dr Wiedemann
Dr. Jasmin Wiedemann, Chefredakteurin Reiter & Pferde in Westfalen.

Nun doch! So lautete das Zauberwort der vergangenen Wochen. „Das Turnier findet jetzt doch noch statt!“ – „Die Versammlung wird  nachgeholt“ – „Die Schau wird jetzt doch ausgetragen.“ Solche Pressemitteilungen und Anrufe haben uns in den Produktionsphasen der vergangenen beiden Ausgaben erreicht.
Viele Veranstaltungen, die im März und April zügig abgesagt wurden, sind im Juli, August neu terminiert worden und finden statt oder haben bereits stattgefunden. Schön für Westfalens Pferdesportler und Züchter, die sich „nun doch“ auf regionaler und nationaler Ebene in zahlreichen Turnierwettbewerben und Schauen messen bzw. sich in ihren Vereinen und Verbänden zu den traditionellen Versammlungen und Aktivitäten treffen können.
Alles natürlich unter den geltenden Vorschriften, die von den Veranstaltern befolgt und von Aktiven und Zuschauern umgesetzt werden. Bis zum 31. August gilt in Nordrhein-Westfalen die aktuelle Corona-Schutzverordnung, die u. a. besagt: „Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 300 Teilnehmern dürfen stattfinden, wenn geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 m (auch in Warteschlangen) sichergestellt sind.“ In welcher Form die Verordnung verlängert wird, darf gespannt erwartet werden – dass sie verlängert wird, steht außer Zweifel, denn die täglichen Fallzahlen, die zuletzt den Stand von Ende April, also der Zeit des Lockdowns erreicht haben, sprechen für sich.
Aber zurück zum Sport: Die Westfalenmeisterschaften waren zunächst in ihrer traditionellen Form abgesagt worden – nun haben zumindest die Nachwuchsreiter in den Disziplinen „Springen“ und „Vielseitigkeit“ ihre Meisterschaften in Münster bzw. Hamm bereits austragen dürfen. Die jungen Dressurreiter treffen sich vom 25. bis 27. September in Fröndenberg.
Die umfangreiche Westfalen-Woche hat – in leicht abgespeckter Form – stattgefunden. Wer vor Ort war, hat vielleicht gar keinen so großen Unterschied zu sonst wahrgenommen, denn alles spielt sich ohnehin auf großzügigen Plätzen ab. 300 Personen gleichzeitig durften anwesend sein – das hat mit vorheriger Anmeldung gut geklappt. Anders beim Bundeschampionat: Es dürfen sich gar keine Zuschauer anmelden, die Zahl der Aktiven und TTs ist bereits hoch genug. Auch die Delegiertenversammlung des Stammbuchs findet „nun doch“ statt – am 10. September. Der Pferdesportverband Westfalen holt seine Jahresversammlung am 28. September nach. Die deutschen Dressurreiter suchen vom 18. bis 20. September in Balve ihre neuen Meister.