Leserbriefe

Bitterer Beigeschmack in Paderborn

Zum Turnier „Paderborn Challenge 2014“ am 13. September,
Abendprogramm Militärmusikparade

„In meinen über 40 ‚Pferdejahren‘ und einigen Hundert Turnieren bin ich zum Paderborner Turnier am 13. September wie ca. 1 000 andere Besucher gelinde gesagt vorsätzlich ‚verschaukelt‘ worden.
Vor Beginn der für 20 Uhr vorgesehenen Abendveranstaltung, während parallel die Siegerehrung vorgenommen wurde, wurden zweimal über den Stadionsprecher alle Besucher der einzigen überdachten Sitztribüne (mit rund 1 000 Personen voll besetzt, freie Sitzplatzwahl) aufgerufen, zwecks einer Sicherheitsüberprüfung die Tribüne komplett zu räumen. Man besitze ja seine Karte und könne danach wieder Platz nehmen. Das ist verständlich! Im Laufe einer ¾ Stunde waren Soldaten der durchführenden englischen Musikeinheiten mit der Markierung, auch einiger namentlicher Reservierungen für Militärangehörige beschäftigt. Eine Sicherheitsüberprüfung der Tribüne hat nicht stattgefunden!
Nach einer Stunde konnten mit Ausnahme des Mittelblocks (10 Reihen à 30 Sitze, 300 Plätze) die Plätze wieder eingenommen werden (jetzt hatten 700 Besucher einen neuen und leider 300 Personen keinen Sitzplatz mehr).
Dann erfolgte die geordnete (im VIP- und Ehrengästebereich farblich vorbereitet), begleitete Besetzung der 300 Sitzplätze durch die neuen Gäste der Tribüne. Das Ganze auf Kosten der Turnierbesucher – von Unbeteiligten und der Presse unbemerkt.
Haben die Militärs den Veranstalter, oder der Veranstalter das Publikum oder beide gemeinsam die Besucher der einzigen Haupttribüne vorsätzlich missbraucht? Schade. Für Platzreservierungen meiner wichtigen Gäste gibt es auch professionelle und übliche Methoden!
Schade um das für die Region wichtige, gute und sportlich doch auf der Kippe stehende Turnier mit den vielen Helfern Verantwortlichen und Gönnern.“
Gerhard Ewers, Langenberg