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Veranstaltergebühren sinken, neue Gebühren kommen

Mit ihren Maßnahmen will die FN Turnierveranstalter stärken. Foto: Dr. J. Wiedemann

Die FN hat zum 1. Januar beschlossen, die FN-Gebühr für das Veranstalten von Turnieren zu halbieren. Damit verbunden sind eine Reduzierung der Züchterprämie und die Einführung eines Turniersport Förderbeitrags in Höhe von 0,52 € (inkl. Mehrwertsteuer) pro Startplatzreservierung für alle Turniere ab 28. Februar. Weshalb müssen Turnierveranstalter entlastet werden? 3 500 Turnierveranstaltungen in Deutschland stellen eine wichtige Säule im deutschen Turniersport dar. Die Gebühren, die Turnierveranstalter an ihren Dachverband abgeben müssen, sind in Deutschland deutlich höher als in anderen europäischen Ländern. Die Qualität von Turnieren im Ausland wird immer besser. Insbesondere die großen internationalen Veranstalter in Deutschland haben immer mehr mit Wettbewerbsnachteilen gegenüber Veranstaltungen im Ausland zu kämpfen und befinden sich nach eigener Aussage in einer existenzbedrohenden Lage. Ähnlich ergeht es vielen ländlichen Turnierveranstaltern, die vor der Herausforderung stehen, ihre Turniere attraktiv und gleichzeitig kostendeckend zu gestalten. Gesenkt werden die bisherige FN-Grundgebühr (der sogenannte Organisationsbeitrag und die internationale Grundgebühr bei internationalen Turnieren). Der Leistungssport-Förderbeitrag wird abgeschafft. Dies macht eine Reduzierung um insgesamt 55 % aus. Die zu entrichtende Züchterprämie wird um 36 % gesenkt. Die absolute Entlastung fällt für jedes Turnier unterschiedlich aus, da die Höhe der Gebühren in Relation zum Preisgeld ermittelt wird. In der Summe bedeutet die Entlastung eine Halbierung der FN-Gebühren – nicht jedoch der gesamten Rechnung. Denn die In-Rechnung-Stellung von 50 % der Einnahmen aus Nachnennungen bleibt
unverändert. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um eine Veranstaltergebühr, sondern um eine Gebühr für Teilnehmer, die zu jeweils 50 % an Veranstalter und FN zu entrichten ist. Der Veranstalter nimmt sie zunächst im Ganzen ein und zahlt der FN ihren Anteil nach dem Turnier aus. Unverändert bleibt auch die Abrechnung der Landeskommission, die wie gehabt separat erfolgt. Allein infolge der Halbierung der FN-Grundgebühr müssen rund 1,4 Millionen Euro refinanziert werden. Dies erfolgt zum einen durch eine Reduzierung der Züchterprämie um 36 %. Die Registrierungsgebühr für international startende Reiter und Pferde ist von 15 € auf 22,50 € pro Jahr erhöht worden. Zudem wird ein Turniersport-Förderbeitrag in Höhe von 0,52 € pro Startplatzreservierung ab dem 28. Februar eingeführt. Jeder, der am Turniersport teilnimmt, soll auch seinen Anteil zur Finanzierung des Systems beitragen. Durch den neuen Turniersport-Förderbeitrag tragen die Turnierreiter dazu bei, dass die Turnierlandschaft in Deutschland erhalten bleibt sowie attraktiver und wettbewerbsfähiger werden kann. Eine Abschaffung der Nachnenngebühren ist nicht wünschenswert, weil den Veranstaltern dann Planungssicherheit verlohren ginge. Wenn Teilnehmer ihre Startplätze erst nach Nennungsschluss reservieren, verursacht das einen Verwaltungsaufwand für Veranstalter und die FN. Im Zuge einer Modernisierung des Nennsystems bis 2024 wird auch über eine Veränderung der Nachnenngebühren und eine Verkürzung der Nennungsschlüsse diskutiert. FNaktuell