Namen & Nachrichten

Änderungen der Coronaschutzverordnung vom 7. Mai

(Illustration: CDC, A. Eckert, D. Higgins)

 Heute, Montag, 11. Mai, tritt eine gegenüber der Meldung vom 7. Mai veränderte Fassung der NRW-Coronaschutzverordnung in Kraft.

Inhaltlich sind aus der Perspektive des Pferdesports zwei Veränderungen besonders relevant. Zum einen ist die Sonderregelung für die Nutzung von Reithallen nicht mehr enthalten (zuvor § 4 Absatz 5). Die Hallen dürfen allerdings weiterhin unter Einhaltung aller Auflagen genutzt werden. Die ausdrückliche Erwähnung des Reitsports ist aber nicht mehr erforderlich, da ab dem 11. Mai auch andere Sporthallen wieder genutzt werden dürfen.

Nicht geändert wurde das ausdrückliche Verbot von Amateur-Wettkämpfen. Die für den Rennsport existierende Ausnahme für zuchtrelevante Rennen ist auf den Turniersport nicht übertragbar. Der NRW-Stufenplan stellt jedoch in Aussicht, dass ab dem 30. Mai Wettkämpfe im Jugend- und Amateurbereich denkbar sind, sofern die Situation das zulässt.
Bestand hat zudem weiterhin das ausdrückliche Verbot von Zuschauern.

Die ab heute geltende Verordnung erlaubt jedoch nunmehr, dass Kinder bis zum Alter von 14 Jahren von einem Erwachsenen begleitet werden. Zuvor lag diese Grenze bei zwölf Jahren. Dazu hatten auch den Pferdesportverband Westfalen etliche Fragen erreicht. Viele  Eltern hatten Bedenken geäußert, ihre Kinder bei der Betreuung des Pferds allein zu lassen.
Abweichende Regelungen in Kommunen möglich

Für die Wieder-Aufnahme des Sportbetriebs auf der Grundlage der Coronaschutzverordnung ist keine zusätzliche explizite Erlaubnis der kommunalen Behörden erforderlich. Es bleibt aber weiterhin so, dass die Behörden vor Ort besondere Regelungen aussprechen können. Das wird für solche Sportarten eine besondere Relevanz haben, deren Angebote in Sportstätten in kommunaler Trägerschaft stattfinden.
Für den Pferdesport ist in den Blick zu nehmen, dass Ordnungsämter auch weiterhin Kontrollen durchführen. Sollte dabei der Eindruck entstehen, dass die Hygiene- und Infektionsschutzregeln nicht sorgfältig eingehalten werden, können Auflagen oder Einschränkungen ausgesprochen werden.

Grundsätzlich empfiehlt der Pferdesportverband Westfalen, die Informationen des jeweiligen Stadt- oder Kreissportbundes aufmerksam zu verfolgen. Sollte es – wie aktuell leider im Kreis Coesfeld – auf Grund der Fallzahlentwicklung zu Einschränkungen kommen, wird der zuständige Bund zeitnah über mögliche Auswirkungen auf den Sport informieren können.

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