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Herbert de Baey verstorben

 Einer der erfolgreichsten Pferdezüchter aller Zeiten ist in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar in seinem Haus in Lemgo nach kurzer Krankheit im Kreise seiner Familie verstorben. Herbert de Baey ist 84 Jahre alt geworden. Er ist der Züchter, dem es gelungen ist mit Ahlerich, Rembrandt und Amon drei Pferde gleichzeitig bei Olympischen Spielen zu präsentieren. Rembrandt gewann unter Nicole Uphoff 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona insgesamt vier Goldmedaillen. Ahlerich und Dr. Reiner Klimke gewannen 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul insgesamt drei Goldmedaillen. 

1989 war Herbert de Baey der zweite Preisträger, der mit dem Ramzes-Preis des Westfälischen Reitervereins von 1835 für besondere züchterische Verdienste ausgezeichnet wurde. Unter anderem hieß es in der Laudatio, de Baey werde als erfolgreichster Dressurpferdezüchter der Welt geehrt.

Pferde spielten in der Familie de Baey immer eine Rolle. Der Einstieg in die Zucht fand Mitte der 1960er Jahre statt, als man die damals dreieinhalbjährige Donar ankaufte. Diese erste gezielt zur Zucht gekaufte Stute wurde auch die Stammstute der de Baey´schen Zucht. Dem Westfälischen Pferdestammbuch trat Herbert de Baey 1968 bei. Neben den Mutterstuten standen zwischenzeitlich auch Deckhengste bei de Baey auf Station: Exterstein, ein in Holland gezogener Ehrentusch-Pilot-Sohn sowie die Vollbrüder Royal Angelo I und II von Rosenkavalier-Angelo xx. Sie hatten mit Adone dieselbe Mutter wie Rembrandt.

Herbert De Baey war ein echter Pferdemann, ein Unikat und Typ zugleich, der seinen eigenen Weg beschritt und doch erfolgreich war. Stundenlang konnte man mit ihm über Pferde und Pferdezucht diskutieren. 

Frederik Vekens und go

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