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CHIO Aachen: Daniel Deußer und Cornet D'Amour auf Platz vier

 Der Grandseigneur des britischen Springsports, Nick Skelton, gewann vor über 44.000 Zuschauern zum vierten Mal den Großen Preis von Aachen. Bester Deutscher war Daniel Deußer, der mit dem Cornet Obolensky-Sohn Cornet D’Amour die beiden Umläufe der Prüfung hervorragend meisterte und nur wegen eines Zeitfehlers das Stechen verpasste.

„Wenn ich über den vierten Platz im Großen Preis von Aachen enttäuscht wäre, müsste ich darüber nachdenken, den Sport aufzugeben“, sagte Daniel Deußer lächelnd. Der 31-Jährige, der in Belgien bei Mechelen lebt, hatte mit dem zehnjährigen westfälischen Schimmelhengst Cornet D’Amour eine starke Leistung gezeigt. Im ersten Umlauf kassierte er lediglich einen Zeitfehler. „Ja, das war natürlich ärgerlich. Ich habe Cornet D’Amour vor der Kombination mit überbautem Wasser etwas Zeit gegeben, weil er solche Hindernisse noch nicht so gut kennt. Wahrscheinlich habe ich da eine Sekunde verloren, so was geht ja schnell.“ In der zweiten Runde ließ Deußer auf dem überragend springenden Cornet Obolensky-Sohn aus der Zucht von Alfred Niehoff nichts mehr anbrennen und beendete den Großen Preis als bester Deutscher auf Platz 4 und mit einem satten Preisgeld von 100.000 Euro. Auf seine sportlichen Zukunftspläne angesprochen, meinte der gebürtige Hesse: „Ich denke, wir sind noch im Rennen für die EM.“

Im Großen Preis ging es in diesem Jahr um besonders viel Geld: Der CHIO ist Teil des neuen Rolex Grand Slam, der neben Aachen noch die Turniere in Calgary und Genf  umfasst. Die Dotierung des Großen Preises von Aachen wurde von dem Schweizer Uhrenhersteller von 350.000 auf eine Million Euro aufgestockt. Der Sieger erhält allein 330.000 Euro. Über diese Summe durfte sich der Brite Nick Skelton freuen. Der 55-Jährige ritt schon in der Soers, als manche seiner heutigen Konkurrenten noch nicht einmal geboren waren. Dreimal gewann er bereits den Großen Preis von Aachen: 1982, 1987 und 1988. Jetzt fügte er im Sattel seines Olympiapferdes Big Star Sieg Nummer vier hinzu.

Der niederländische Hengst Big Star, der bei den Spielen 2012 in London zur Goldmedaille des britischen Teams beigetragen hatte, absolvierte das Stechen zwar nicht in der schnellsten Zeit, aber dafür fehlerfrei in 56,41 Sekunden. Die junge Schweizerin Janika Sprunger brauchte rund drei Sekunden weniger (53,48). Ihr zehnjähriger französischer Wallach Palloubet D’Halong leistete sich jedoch einen Abwurf, über den sich die 26-jährige Tochter des ehemaligen Schweizer Nationenpreisreiters Hansueli Sprunger aber keineswegs ärgerte. „Platz zwei im Großen Preis von Aachen ist mein mit Abstand größter Erfolg, einfach unglaublich“, strahlte die junge Frau aus Basel. Drittbester Reiter des Stechens war der 48-jährige Franzose Patrice Delaveau mit dem französischen Hengst Orient Express (4/53,75), der alle Turniertage über ein hervorragendes Bild abgab und als erfolgreichstes Pferd des CHIO ausgezeichnet wurde.

Ludger Beerbaum beendete den Großen Preis von Aachen, den er auch schon dreimal gewinnen konnte, mit dem sechsten Platz. Seine zehnjährige Holsteinerin Chiara hatte sich im ersten Umlauf einen Fehler erlaubt, in der zweiten Runde blieb die Schimmelstute fehlerfrei (4/69,49). Umgekehrt verlief es bei Christian Ahlmann, der auf dem elfjährigen Hannoveraner Codex One mit vier Fehlerpunkten im zweiten Umlauf das achtbeste Ergebnis erzielte (4/73,93). FNpress

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