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Corona: Was Pferdehalter und -betreuer jetzt wissen müssen

(Illustration: CDC, A. Eckert, MS und D. Higgins, MAM)

 Die neue Coronaschutzverordnung, die vom 11. bis zum 31. Januar gültig ist, enthält für Pferdesportvereine und Betriebe im Prinzip keine Veränderungen. Die Formulierung des § 9 (5), nach dem das Bewegen von Pferden aus Tierschutzgründen auf und in den Sportstätten zulässig ist, bleibt unverändert.

Auf die konkretisierende Sprachregelung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) können sich Pferdehalter weiterhin beziehen. Sie enthält beispielsweise die 200-qm-Regel für die Anzahl der Pferde, die gleichzeitig auf dem Platz oder in der Halle bewegt werden dürfen. Auch die Regelung für das beaufsichtigte Reiten der Schulpferde ist dort enthalten.

Das MAGS hat diese Sprachregelung in einer neuen Fassung zur Verfügung gestellt, die Bezug auf die aktuelle Verordnung ab dem 11. Januar nimmt. Sollte es notwendig werden, können Pferdehalter sich bei Gesprächen mit den Ordnungsbehörden darauf beziehen. Die entsprechenden Dokumente sowie die FAQ finden sich in aktualisierter Form im Coronabereich der Internetseite des Pferdesportverbands Westfalen (PV).

Wie ist die Situation in „Corona-Hotspots“? Eine pauschale Bewegungseinschränkung (15-km-Regel), die bei mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner automatisch in Kraft tritt, enthält die neue NRW-Verordnung nicht. Vielmehr ist geregelt, dass der betroffene Landkreis, beziehungsweise die betroffene kreisfreie Stadt mit der Landesregierung abstimmen soll, ob bzw. welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden.

Auch wenn es zu Bewegungseinschränkungen kommen sollte, muss aus Sicht des PV die Versorgung und Bewegung der Pferde sichergestellt sein. Es ist dem PV nicht bekannt, dass dies von irgendeiner Seite in Frage gestellt worden wäre. Sollte es wider Erwarten dennoch gegenüber einer

Ordnungsbehörde zu einer diesbezüglichen Diskussion kommen, empfehlen sich zunächst folgende Argumente:
• Bezugnahme auf § 9 Absatz 5 der Coronaschutzverordnung, die bereits seitens des Verordnungsgebers eine Formulierung zum notwendigen Tierschutz enthält
• Bezugnahme auf die ergänzende Sprachregelung des MAGS

Gegebenenfalls kann es für Pferdebesitzer oder Betreuer, die eine Anreise von mehr als 15 km haben, sinnvoll sein, eine sogenannte Eigenerklärung mit sich zu führen. Ein entsprechendes Muster stellt die Deutsche Reiterliche Vereinigung zur Verfügung. Die aktuelle Corona-Meldelage der Landkreise und kreisfreien Städte finden Sie auf dem Internetportal des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen.

Nützliche Links:

Zur Eigenerklärung

Zur Corona-Meldelage

Zur Coronaschutzverordnung ab 11.1.2021

Zur aktualisierten Sprachregelung zu § 9 (5) des MAGS

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