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FN-Tagungen: Touchier-Verbot beschlossen

Symbolbild (Foto: S. Lafrentz)

 Das Verbot des Touchierens am Sprung ist nun endgültig beschlossen. Der Beirat Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) votierte bei den FN-Tagungen in dieser Woche in Münster einstimmig für eine Änderung der Leistungsprüfungsordnung (LPO).

Der Beirat Sport beschloss, dass § 920 LPO Verstöße wie folgt geändert wird: Einen Verstoß begeht insbesondere wer eine Methode anwendet,

• bei der das Pferd vor, während oder nach der Überwindung eines Sprunges, Hindernisses oder einer sonstigen Sache mit einem Gegenstand getroffen wird, indem der Gegenstand von einer Person, einer Vorrichtung oder auf sonstige Weise angehoben, geworfen oder sonst bewegt wird. Zulässige Hilfengebung, z.B. Gertenhilfen, entsprechend der Beschreibung in den Richtlinien für Reiten und Fahren bleibt davon unberührt.

• bei der ein Pferd vorsätzlich in einen Sprung, Teile eines Hindernisses oder eine sonstige Sache hineinbewegt wird oder es dem Pferd sonst unmöglich gemacht wird, diese zu überwinden ohne daran anzuschlagen.

Auch die ab Januar 2023 geltende Impfpflicht gegen das Equine Herpesvirus für Turnierpferde, insbesondere die Verfügbarkeit des Impfstoffs, war Thema im Beirat. 2022 sollte ausdrücklich als Übergangsjahr genutzt werden, um Informationen zur Impfung an die Zielgruppen zu bringen sowie die Grundimmunisierung durchzuführen. Darüber hinaus steht die FN bezüglich der Verfügbarkeit der Impfstoffe in Kontakt mit den Impfstoffherstellern. „Die Lager sind voll. Impfstoff ist aktuell ausreichend vorhanden. Die Nachfrage ist aber bisher sehr schleppend“, sagte FN-Veterinärin Dr. Henrike Lagershausen.

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