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In Luhmühlen heißen die Sieger Jung und Nicholson

Andrew Nicholson und Cruise Control siegten in der Vier-Sterne-Prüfung in Luhmühlen. (Foto: Kit Houghton/FEI)

 Die Sieger der internationalen Vielseitigkeit in Luhmühlen heißen Michael Jung und Halunke FBW im CIC3* und Andrew Nicholson mit Mr Cruise Control im CCI4*. Als bester Deutscher beendete Andreas Dibowski mit FRH Butts Avedon die Prüfung auf Platz neun.

Wie so oft machte Jung auch in Luhmühlen keine Ausnahme von seiner Siegesserie und gewann auf Halunke FBW. Nach Platz drei in der Dressur, rückte er im Gelände auf Platz zwei vor und wiederholte am Ende mit einer Nullrunde im Springen seinen Vorjahreserfolg. „Wir sind wieder ein Stück weiter. Vor der Kulisse hier in Luhmühlen ging er in der Dressur sehr gut und gab mir auch im Gelände ein gutes Gefühl. Im Springen hat es zwar ein paar Mal geklappert, lief aber besser als beim letzten Turnier“, nahm Jung Bezug auf das CIC3* in Wiesbaden, wo das Paar ausnahmsweise nur Neunter geworden war.

Das Nachsehen hatte der Warendorfer Andreas Ostholt. Der ehemalige Deutsche Meister hatte nach Dressur und Geländeritt noch in Führung gelegen. Er scheiterte allerdings mit seinem liebevoll als „Doppel-Pony“ bezeichneten westfälischen Wallach So ist et von Sunlight xx- Rotarier (Z.: Marcelis Padmos, Rheda-Wiedenbrück)  kurz vor Ende des Parcours an der zweifachen Kombination. Zwei Abwürfe warfen ihn aus den Medaillenrängen auf Platz vier zurück. Der Leiter des Bereichs Reiten an der Bundeswehrsportschule in Warendorf machte den Weg frei für die nächsten Westfalen: Dirk Schrade mit Hop and Skip und Ingrid Klimke mit FRH Escada JS, die beide im Springen fehlerfrei blieben und damit die Plätze zwei beziehungsweise drei belegen.

Ebenfalls fehlerfrei beendete die erst 23-jährige Franziska Roth aus Hannover mit Dictus J den Parcours und beendete das CIC3* auf Platz fünf. Dafür erwartete sie ein Sonderpreis als beste U25-Reiterin. Zweiter im U25-Förderpreis wurde Benjamin Winter, Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe Vielseitigkeit. Er belegte mit der Westfalenstute Revenue von Rubiloh-Westerland (Z.: Petra Otten-Beyer, Dortmund) den achten Platz. Dritter in der U25-Wertung wurde der erst 20-jährige Claas Hermann Romeike mit Cato. 

Mit einer Nullrunde im abschließenden Springen wäre Ex-Weltmeisterin Zara Phillips fast der Sieg geglückt. Doch wie schon ihre Mutter Anne bei den Europameisterschaften 1975 musste sich auch die Enkelin der englischen Königin in Luhmühlen mit Platz zwei begnügen. Denn auch der Dressur und Gelände führende Andrew Nicholson blieb im Springen fehlerfrei. Zwar klapperte es schon zu Beginn einmal heftig, doch bis zuletzt blieben alle Stangen liegen. Für den Neuseeländer war es der erste Sieg in Luhmühlen. Der Brite William Fox-Pitt brillierte im Springparcours mit zwei Nullrunden. Am Ende belegte er mit seinen Pferden Neuf de Coeurs und Lionheart  die Plätze drei und vier .

Im vergangenen Jahr noch Dritte, belegten Andreas Dibowski und sein ehemaliger Bundeschampion FRH Butts Avedon in diesem Jahr Platz neun. Das Paar beendete die rund 6.500 Meter lange Geländestrecke ohne Zeit- und Hindernisfehler und wurde vom Vielseitigkeitsausschuss des Deutschen Olympiade Komitees (DOKR) mit einem Platz auf der EM-Longlist belohnt, auch wenn am Ende im Parcours zwei Mal die Stangen fielen. Für die übrigen Deutschen, die vorwiegend mit Nachwuchspferden unterwegs waren, lief es dagegen nicht nach Plan. Peter Thomsen hatte sich nach seiner guten Dressur von nur 40,2 Minuspunkten (Platz fünf) mit Horseware's Cayenne einen Platz in den Top Ten erhofft. Zeitfehler im Gelände ließen ihn – trotz einer souveränen Nullrunde im Springen – das Ziel knapp verpassen. Er wurde 13ter. Von den ursprünglich sieben deutschen Paaren beendete nur noch Kai Rüder (Blieschendorf) mit Leprince des Bois das CCI4*. Ein Vorbeiläufer im Gelände kostete ihn allerdings eine Platzierung. Er landete auf Platz 21. Dressur"siegerin" Ingrid Klimke verzichtete mit Tabasco TSF ebenso wie Dirk Schrade mit Edino nach einem Fehler am ersten Wasser auf die Fortsetzung des Ritts. Julia Krajewski und Bettina Hoy hatten bereits nach der Dressur zurückgezogen. FNpress/sw

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