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Olympia-Aus für Andreas Ostholt

Hier trainieren noch alle fünf deutschen Vielseitigkeitsreiter gemeinsam im Reiterstadion von Rio: Sandra Auffarth und Julia Krajewski, dahinter Michael Jung, Ingrid Klimke und Andreas Ostholt am Schluss der "Abteilung". (Foto: Stefan Lafrentz).

 Das ist eine herbe Enttäuschung für den Warendorfer Andreas Ostholt:
Mit dem Westfalenwallach So is et von Sunlight xx-Rotarier (Z.: Marcelis Padmos, Rheda-Wiedenbrück) hatte er es ins vierköpfige Olympiateam der Vielseitigkeitsreiter geschafft. Mit der obligatorischen Verfassungsprüfung haben heute in Rio de Janeiro die Olympischen Reiterspiele für die Buschreiter offiziell begonnen. Alle 74 vorgestellten Vielseitigkeitspferde, darunter auch die Reservepferde, erhielten die Startgenehmigung, um in den nächsten vier Tagen in Dressur, Gelände und Springen um Medaillen zu kämpfen. Unter ihnen auch alle fünf deutschen Pferde.
Doch danach, einen Tag vor der Dressur als erster Teilprüfung, entschied der Equipechef Hans Melzer, dass So is et nicht an den Start gehen wird. Statt dessen werden Reservistin Julia Krajewski und Samourai du Thot "ins Rennen" geschickt.

„Andreas' Pferd So is et hatte einen Tag vor dem Trainingslager ein Eisen verloren. Es ging seitdem immer mal wieder unregelmäßig, wobei sich dieser Zustand im Verlauf des Trainingslagers und hier vor Ort verbessert hat. Er konnte normal trainieren. Da aber nach wie vor ein gewisses Risiko besteht, haben wir uns für den Austausch entschieden. Mit Julia Krajewski haben wir eine Reiterin, der wir voll und ganz zutrauen, ein gutes Mannschaftsergebnis zu sichern“, erklärte Hans Melzer.

„Für Andreas ist das natürlich eine große Enttäuschung. Für ihn war es, wie für alle Sportler, ein Traum, an Olympischen Spielen teilzunehmen. Aufgrund seiner guten Vorleistungen wäre er eine Bereicherung für das Team gewesen. Es tut uns sehr leid, dass ein Start nun nicht möglich ist“, sagt Dr. Dennis Peiler, Chef de Mission der deutschen Reiter.

Die Startreihenfolge des Vielseitigkeitsteams sieht daher am Samstag wie folgt aus: Als erste deutsche Starterin wird Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo aufs Viereck gehen, als zweiter Teamreiter folgt Titelverteidiger Michael Jung (Horb) mit Sam FBW. Am Sonntag startet dann Julia Krajewski (Warendorf) mit Samourai du Thot. Den Abschluss macht Ingrid Klimke (Münster) mit Hale-Bob OLD, die in Rio ihre fünften Olympischen Spiele bestreitet.

Insgesamt werden 65 Paare aus 24 Nationen um Medaillen kämpfen. 13 Nationen stellen ein Team. Die deutsche Mannschaft nimmt in der Startreihenfolge der Teams Platz zehn ein.

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