Namen & Nachrichten

Therapiepony getötet – Verdacht auf Wolfsriss

Dieses Kleinpferd wurde in der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober in Hünxe durch einen Kehlbiss getötet. (Foto: Gahlener Bürgerforum Wolf)

 In der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober wurde auf einer Weide in Hünxe, Kreis Wesel, ein Kleinpferd gerissen. Der 20-jährige Wallach wurde durch einen Kehlbiss getötet. Wieder wurde im Wolfgebiet Schermbeck ein Pony gerissen und wieder in Hünxe. Diesmal handelt es sich nicht um ein Shetlandpony, sondern um ein Kleinpferd.

Den Besitzern bot sich ein Bild des Schreckens. „Das war der Horror“, sagt der Pferdehalter. Er fand das Kleinpferd tot auf der Weide – nur 70 m vom Haus entfernt. Wahrscheinlich wurde der 20-jährige Wallach Rebell, mit dem die Kinder der Familie groß geworden sind und der als Therapiepferd für eines der Kinder eingesetzt wurde, in der Nacht von den 10. auf den 11. Oktober von Wölfen gerissen.

Die heftigen Verletzungen, der Kehlbiss und die Verschleppung des zirka 1,30 m großen und zirka 250 bis 300 kg schweren Kleinpferdes deuten darauf hin. „Das Tier wurde durch einen Kehlbiss getötet und anschließend zirka zehn Meter auf der Weide verzogen. Gefressen wurden ungefähr 40 kg Muskelfleisch und Innereien“, gibt Eckhard Vornbrock, Gahlener BürgerForum AG Wolf, zu Protokoll.

Die endgültige Bestätigung, ob es sich auch hier um einen Wolfsangriff – wie in Kirchhellen – handelt, kann nur ein DNA-Test liefern. Proben wurden durch einen Wolfsberater des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen entnommen. Das Tier wurde ins zuständige Veterinäruntersuchungsamt gebracht.

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