Porträt

Zwei, die sich ergänzen

Lena Marie und Sebastian Heinze mit ihrem eigenen Pferd Cimarron. Foto: J. Wiedemann

Bei Lena Marie und Sebastian Heinze treffen sich die Liebe zum Dressur- und zum Springreiten. Bei beiden steht im Beruf wie in der Freizeit das Pferd im Vordergrund. Zusammen bildet das Ehepaar daher ein Topteam.
Am Anfang war es eine Umstellung für mich, als Sebastian mit dem Dressursattel kam“, gibt Lena Marie Heinze gleich zu. Denn „von Haus aus“ ist die 34-Jährige Springreiterin. Seit ihrer Jugend schlägt ihr Herz besonders für die jungen Springpferde. Sie hat einige ausgebildet und auf Turnieren vorgestellt. Dressurprüfungen locken sie noch nicht wirklich. „Ich würd’s aber machen, wenn es jetzt so käme“, lacht sie. Und immerhin gehörte sie schon einmal zum Team des RV Greven bei der berühmten „Bauernolympiade“ in der Halle Münsterland, bei der es unter anderem eine A-Dressur zu meistern gilt. Ist da Potenzial für mehr? Schließlich ist die diplomierte Sportlerin seit vergangenem Jahr mit Sebastian Heinze, dem Bundestrainer der U25-Dressurreiter, verheiratet. Die beiden, die sich seit mehreren Jahren kennen und seit über zwei Jahren ein Paar sind, haben im Mai 2018 standesamtlich und zwei Monate später kirchlich geheiratet. Im September war Einzugstermin in ihr gemeinsames Haus in Saerbeck. Von da aus ist es nicht weit zur Reitanlage der Familie Holz-Ahmann in Emsdetten. Dort haben die beiden Pferdesportler einige Boxen gemietet. Aber nur in kleinem Stil: „Es soll überschaubar bleiben, mit ein oder zwei eigenen Pferden und dazu höchstens zwei, drei Ausbildungspferden“, schildert Sebastian Heinze. Denn der kleine Stall ist ihr Hobby, sowohl er als auch seine Ehefrau haben beruflich bereits alle Hände voll mit Pferden und Reitern zu tun. Deshalb betrachten die beiden auch alles, was im eigenen Stall läuft, ganz entspannt. Nur gelegentlich kommen langjährige Schüler der beiden Eheleute zur Reitanlage nach Emsdetten, um dort zu trainieren. Eine 20 mal 55 m große Halle, ein großer Außenplatz, Führanlage, Longierzirkel und Weiden stehen dem Ehepaar dort zur Verfügung. Auf der Anlage, die insgesamt 28 Boxen bietet, sind auch die Springreiter Torben Köhlbrandt und Karina Johannpeter sowie Andrea Hoppe und der Ire Jonathan Gordon selbstständig mit ihren Turnierställen tätig. „Turniere reite ich kaum noch, nur selten stelle ich mal ein junges Pferd vor“, erzählt Sebastian Heinze. Und Lena wählt die Prüfungen, in denen sie startet, mit Bedacht aus. Mit ihrem eigenen Springpferd, dem achtjährigen Cimarron, ist sie seit 2017 in der S-Klasse angekommen, und im vergangenen September konnten sich die beiden zweimal gut bei den Deutschen Amateur-Meisterschaften der Springreiter platzieren.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 01/2019 von Reiter & Pferde in Westfalen.