Porträt

Rückkehr in den Sport

Franziska Peitzmeier, die von vielen nur Franzi genannt wird, mit ihrem Nachwuchspferd Momo, das ihr gehört. Foto: J. Pongratz

Eine Krebserkrankung warf die Voltigier-Vizeweltmeisterin Franziska Peitzmeier aus Langenberg 2019 aus der Bahn. Vielfache Unterstützung hat sie in der Zeit aus der westfälischen Voltigierszene erfahren. Nach der erfolgreichen Behandlung trainiert die 20-Jährige seit einem halben Jahr wieder.
Vizeweltmeisterin im Jahr 2015 und 2017 und Vizeeuropameisterin im Jahr 2016 der Junioren im Einzelvoltigieren. Die Erfolgsbilanz von Franziska Peitzmeier, einem der größten deutschen Voltigiertalente, liest sich sehr beeindruckend. Im Sommer 2019 wurde es aber ruhig um die erfolgreiche Amazone, die zuletzt mit der Voltigiermannschaft des RV Altena 2018 und 2019 Westfalenmeister geworden war und sich in ihrer ersten Einzel-Saison 2019 im Seniorenlager für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert hatte, dort aber nicht startete.
„Eigentlich war ich mitten in der Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften, als ich zwei Wochen vor der DM für eine normale Routineuntersuchung zu meinem Hausarzt ging“, berichtet die zwanzigjährige Studentin rückblickend. „Ich habe den Arzt dann eher zufällig auch noch auf einen Knubbel in meinem Oberschenkel hingewiesen, den ich schon länger gefühlt habe, aber für eine Muskelverhärtung hielt. Damit drehten sich plötzlich alle meine Pläne.“
Der Hausarzt von Franziska konnte den Knubbel im Oberschenkel selbst nicht richtig einordnen, überwies die Langenbergerin aber direkt in die Onkologie. Dies ließ die Voltigiererin erstmals hellhörig werden. Gemeinsam mit ihrer Mutter fuhr sie in der Woche vor der DM in die Gütersloher Onkologie, um hier vorstellig zu werden.
Es wurde direkt ein MRT-Termin angeordnet. Die DM musste Franziska Peitzmeier damit ausfallen lassen. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar ein blödes Gefühl, aber war immer noch positiv eingestellt, dass es sich hier um eine harmlose Diagnose handeln kann“, gibt Franziska zu. „Das gesamte Team Westfalen und besonders die Voltigierer aus Altena, mit denen ich in der Saison 2019 auch im Einzel an den Start ging, haben mir nach meiner kurzfristigen Absage der DM sehr viel Kraft für diese Zeit gegeben und gezeigt, dass der Zusammenhalt im Voltigierlager weit über den Sport hinausgeht.“ So schickten ihre Teamkameraden ihr Fotos, riefen regelmäßig an, und besonders Landestrainerin Martina Rook erkundigte sich nach Franziskas Befinden und unterstützte die junge Sportlerin damit auch in einer ganz neuen Situation auf besondere Weise.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 09/2020 von Reiter & Pferde in Westfalen.

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