Porträt

„Mein Pferd war ein crazy horse“

Das deutsche Para-Team in Rotterdam in Szene gesetzt: Heidemarie Dresing (ganz links), Steffen Zeibig (Trainer), Regine Mispelkamp und Elke Philipp. Foto: S. Lafrentz

Mit ihrer Stute La Boum nahm die Westfälin Heidemarie Dresing an den paralympischen Europameisterschafts­wettbewerben in Rotterdam teil. Mit einem vierten Platz kehrte sie heim nach Rheda-Wiedenbrück.
Sie ist 64 Jahre alt und feierte bei den Europameisterschaften im August in Rotterdam  ihr Championatsdebüt. Die an Multipler Sklerose erkrankte Reiterin ging in Grade II an den Start und wurde in der ersten Prüfung Vierte. In dem Mannschaftswettbewerb hat sie vermutlich mit einer gebrochenen Rippe geritten – denn noch am Tag zuvor war sie mit ihrem Dreirad umgekippt und böse gestürzt. Energiegeladen ging sie trotzdem an den Start. Genau wie ihre Stute La Boum von Londontime, eine Hannoveranerstute von Londontime, die Heidemarie Dresing 2018 fünfjährig vom Züchter gekauft hat. Und vor der letzten Prüfung stellten ihr die Veranstalter noch eine Hürde hin: „Plötzlich sagte man mir, dass meine Kompensationsmittel, die ich beim Reiten benutze, nicht in der Prüfung erlaubt sind. Also musste ich das ändern. Es war dadurch viel schwieriger als sonst, mich im Sattel zu halten.“ Fernziel von Heidemarie Dresing sind die Paralympics in Tokio 2020, aber erst einmal wollte sie bei den Europameisterschaften überzeugen.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 10/2019 von Reiter & Pferde in Westfalen