Porträt

Die Volti-Experten

Das Juniorteam hatte bei der DJM seinen großen Auftritt. Foto: D. Kaiser

Geballte Kompetenz in Sachen Voltigiersport hat sich im PSV Haus Getter zusammen gefunden. Der junge Verein kann schon jetzt Erfolge vorweisen, von denen andere nicht einmal zu träumen wagen.
Von null auf hundert“, könnte man denken, wenn man die Erfolgsbilanz des erst im Mai 2016 gegründeten PSV Haus Getter aus Münster-Amelsbüren betrachtet. So ist Philipp Stippel amtierender Juniorwestfalenmeister und holte Bronze bei den Junioren-Weltmeisterschaften im österreichischen Ebreichsdorf. Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Aachen war Philipp Stippel ebenfalls Dritter. Das L-Team von Haus Getter gewann kürzlich bei den Westfälischen Juniormeisterschaften den Nachwuchsförderpreis. Die Einzelvoltigiererin Sarah Kay gehörte zum deutschen Team beim Nationenpreissieg in Aachen, ist Vizeeuropameisterin der Senioren und frisch gebackene Deutsche Meisterin in der Damenkonkurrenz. Fabian Pentrop war Dritter bei den Westfälischen Juniormeisterschaften und das Juniorteam von Haus Getter war für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen nominiert.
Gleichzeitig ist die Vorsitzende des Vereins, Dr. Dina Menke, wahrlich keine Unbekannte, wenn es um Leistungssport beim Voltigieren geht. Die promovierte Psychologin ist Trainerin A Voltigieren und Reiten, staatlich geprüfte Fachkraft für die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, hat eine Zusatzausbildung für Reiten als Sport für Behinderte und Reiten als Gesundheitssport. Ihr Engagement in der Förderung von Behinderten stellte Dina Menke aber schon vor einiger Zeit zugunsten des Voltigiersports ein. So war sie zehn Jahre federführend für die Trainer C-Ausbildung im Voltigieren durch den Pferdesportverband Westfalen verantwortlich. Bis 2005 leitete Dina Menke die Voltigierabteilung des RV Wolbeck, zog dann um auf den Betrieb in Münster-Amelsbüren, wo sie nun seitdem zusammen mit ihrem Mann Theo Pentrop und den beiden Söhnen lebt und arbeitet. Die Kooperation mit der Voltigierabteilung des RV Wolbeck blieb auch nach dem Umzug noch viele Jahre bestehen, ist nun aber mit der Gründung des eigenen Vereins beendet, auch weil die betreffende Abteilung des RV Wolbeck geschlossen wurde. In Wolbeck liegen allerdings die voltigiersportlichen Wurzeln von Dina Menke. Schon als kleines Mädchen begann sie dort mit dem Voltigieren. Siegfried Scheinert, ein „Urgestein des westfälischen Voltisports“ war dort ihr Lehrer. Mit den Wolbeckern war Dina Menke bei den Deutschen Meisterschaften und holte den Westfalenmeistertitel.
Gefragt nach ihrem Erfolgsrezept sagt sie: „Ich glaube, unsere Erfolge sind das Ergebnis einer großen Puzzlearbeit.“ Dazu gehören laut Dina Menke die Ausbildung der Voltigierpferde, das Pferdemanagement, die Ausbildung der Volti­gierer, inklusive intensiver Weiterbildung, der Einsatz guter Trainer, deren permanente Schulung und Weiterbildung, natürlich Geld, an dem es „immer“ fehle und last but not least ein zielgerichtetes Training.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 10/2017 von Reiter & Pferde in Westfalen.