Porträt

Im Nu Vize-Europameisterin

Hella Meise mit ihren beiden Stars First Flight‘s Beauty und Quilotta.

Jung, talentiert und erfolgreich: Hella Meise aus Steinhagen ist eine unglaubliche Saison geritten. Nach ihrem ersten Jahr in der Altersklasse der  Jungen Reiter geht die Vielseitigkeitsreiterin als ­Vize-Europameisterin in die Winterpause. Es ist ein warmer Spätsommermorgen in Steinhagen im Kreis Gütersloh. Bereits in den frühen Morgenstunden ist ein junges Mädchen am Stall des Reitvereins Steinhagen-Brockhagen-Hollen, auf dem schönen Steinhagener Ströhn, wie er in der Region genannt wird, um ihre Pferde auf die Weide zu stellen. „Mir ist wichtig, dass sie raus kommen. Sie sollen viel sehen und oft kommen sie sogar zweimal täglich auf die Weide“, erklärt Hella Meise. Ihr Name hat in diesem Jahr in Steinhagen dominiert: Zahlreiche Preise, Ehrungen und Eintragungen hat die junge Reiterin erhalten. Die örtlichen Medien berichteten reihenweise über die Erfolge der Vielseitigkeitsreiterin. Was für eine erfolgreiche Saison die 18-jährige Steinhagenerin geritten ist, zeigt die Titelsammlung: Erstmalig ist sie im Mai dieses Jahres bei den Jungen Reitern gestartet, sicherte sich in Everswinkel den Titel der Westfälischen Meisterin und den dritten Platz im Preis der Besten. Damit begann der Erfolgskurs 2016. Im Juni wurde Hella Meise Sechste bei der Deutschen Meisterschaft in Luhmühlen und sicherte sich damit die Qualifikation zur Teilnahme an der Europameisterschaft im italienischen Montelibretti. Dort ging sie im September mit ihrer Trakehnerstute First Flight‘s Beauty an den Start. „Meine erste EM, ich war so aufgeregt! Bei den Junioren war ich schon mal Reservistin, aber nun durfte ich wirklich starten“, erzählt die junge Frau. An eine Platzierung habe sie keine Gedanken verschwendet, erst einmal überwog die Freude, bei so etwas Großem dabei sein zu können. Als Ziel setzte sich die jung Reiterin lediglich jede Prüfung zu schaffen. Nachdem Hella nach der Dressur in der Europameisterschaft noch auf Rang achtzehn war, absolvierte sie die Geländeprüfung fehlerfrei und gelangte auf Rang sechs. Im anschließenden Parcours schnitt Hella schließlich ebenfalls so gut ab, dass es in der Gesamtwertung für Platz zwei reichte und sie sich nun Vize-Europameisterin der Jungen Reiter in der Vielseitigkeit nennen darf. „Da ich als Sechste ins Springen gegangen bin, kam die Medaille für mich völlig unerwartet. Das Gefühl war einfach unglaublich“, schwärmt das Ausnahmetalent.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 11/2016 von Reiter & Pferde in Westfalen.