Hund & Co.

Bürsten – Spinnen – Stricken

Hund-und-Co 0814

Heinke Kausch aus dem bayerischen Grafenau ließ die Haare ihrer ­weißen Schäferhunde zu Wolle spinnen und strickte dann daraus ­einen Pullover für ihren Mann Jürgen.

Wer hätte das gedacht – aus Hundehaaren lassen sich schöne Pullis stricken, die je nach Hunderassen und Haarstruktur mollig warm sind. Es ist überhaupt kein Problem, Hundehaare nach dem Ausbürsten weiter zu verarbeiten. Zudem ist ein Pulli aus den Haaren des eigenen Hundes eine ganz individuelle Sache und eine lebenslange Erinnerung an den Hund.
Ein Pullover aus Hundewolle ist ein Vorhaben, das sicher nichts für ungeduldige Menschen ist, da es einiger Fellwechsel bedarf, bis die erforderliche Menge an Haaren für einen Pullover zusammengetragen ist. Zudem lässt sich der Wunsch nach einem Hundewollpulli von einem langhaarigen Schäferhund auf jeden Fall besser umsetzen als nach einem Schal aus Mopshaar.
Jürgen und Heinke Kausch aus dem bayerischen Grafenau sammelten rund dreieinhalb Jahre die Haare ihrer inzwischen drei weißen Schäferhunde in einem Kopfkissenbezug, um sie dann reinigen und zu feinster Wolle verspinnen zu lassen. Aus dieser Wolle strickte Heinke Kausch den hier abgebildeten Kapuzenpullover.
Laut Jürgen Kausch ist der mollig warme Pullover gut geeignet für besonders kälteempfindliche Menschen, denn bei Temperaturen über 30 Grad minus wirds einem zu heiß im Hundewollpulli, schmunzelt er. Also, fangen Sie rechtzeitig mit dem Sammeln an, wenn Sie mal einen ebenso schönen Pullover haben möchten.
Antje Jandke