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Küss den Frosch!

Ali Baba und Lilli als verzauberte Frösche, die sich ineinander verlieben – links Ali Baba Kylie Heinrichs und rechts Lilli Chayenne Rasche – in Froschgestalt. Foto: J. Pongratz

Traditionell hat der RV Büren zum Jahresauftakt zur Aufführung des Reitermärchens eingeladen. Das diesjährige Märchen lief unter dem Titel „Küss den Frosch“, und die beiden Aufführungen am 3. und 4. Januar waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Mit 48 Darstellern waren es so viele Akteure wie noch nie. Hinzu kamen zwei Voltigier-Gruppen und eine Einzelvoltigiererin.
In dem Märchen „Küss den Frosch“ geht es um Ali Baba, Sohn des reichen Sultans, der das Geld seines Vaters verprasst hat. Nur die Heirat mit einer reichen Frau kann ihm noch helfen. Auf dem Weg zur Hochzeit mit seiner Zukünftigen gerät der Prinz an einen Zauberer, der ihn in einen Frosch verwandelt. Er muss so lange in dieser Gestalt ausharren, bis ihn eine echte Prinzessin küsst.
Die Version des Märchens des RV Büren enthielt viele amüsante Details, so gab es viel Gelächter bei den schlauen Sprüchen, die eine kleine Zauberhexe auf Lager hatte. Schmunzeln mussten die Zuschauer auch, als ein Storch, der Veganer war und darum keine Gefahr für die Frösche darstellte, mit sächsischem Akzent seine Texte vortrug. Von Tanja Siek wurde mit acht Reiterinnen eine eindrucksvolle Dressurquadrille eingeübt, die die Zuschauer mit „orientalischem“ Tanz für sich einnahm. Schattenkrieger zeigten eine spektakuläre Springquadrille, und weitere Dressurquadrillen wurden von einzelnen Darstellergruppen aufgeführt. Das Besondere dabei war die Tatsache, dass es sich bei den Vierbeinern fast ausschließlich um Schulpferde des Vereins handelte. Alle Darsteller ernteten am Ende viel Applaus. Das gesamte Stück war von Ingrid Lutter, Geschäftsführerin des Vereins, zum Reitermärchen umgeschrieben und an sechs Vormittagen eingeübt worden. Unterstützt wurde sie von Ina Tolksdorf. Julia Pongratz