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Elfriede Korte 80

Elfriede Korte. Foto: M. Korte

Am 21. Januar vollendete Elfriede Korte aus Lengerich ihr 80. Lebensjahr. Geboren als Sudetendeutsche, flüchtete Elfriede, die von allen nur Elfi genannt wird, im Krieg mit ihrer Mutter und ihren Schwestern nach Göttingen. Reiten durfte sie zu ihrem Leidwesen zunächst nicht.
In Göttingen, wo sie ein Lehramtsstudium aufnahm, gab es aber einen Universitätsreitstall. „Dort habe ich heimlich angefangen zu reiten“., so verriet sie später ihrer Tochter Dr. Martina Korte. Beruflich folgte das Referendariat in Schwege. Der dortige Rektor wusste von ihrer Leidenschaft für Pferde und fragte alle Schüler, ob vielleicht jemand ein Pferd für Elfi zum Reiten wüsste. Und tatsächlich ergab sich eine Möglichkeit: Willi Korte erfuhr von der sehr gut reitenden Lehrerin, die er dann kennenlernen wollte. Die beiden wurden ein Paar, und nach der Heirat wurde Anfang der 70er-Jahre die Reithalle mit Ställen gebaut. Der Aufbau der Hengststation Korte begann mit Roderich, später folgten Pandur und weitere namhafte Hengste.
Elfi bildete unzählige junge Pferde aus, die fast ausschließlich aus eigener Zucht stammten. Zudem förderte sie viele junge Menschen bis hin zu Westfälischen und Deutschen Meisterschaften der Junioren und Junge Reiter in der Dressur. Auch Tochter Martina profitierte und nahm u. a. an den Europameisterschaften der Vielseitigkeitsreiter mit Rantschi teil, auch er ein Pferd aus eigener Zucht.
Viele Jahre hat Elfi im Reiterverband Tecklenburger Land mitgearbeitet. Für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement wurde ihr das Ehrenabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) verliehen. Vielseitige reiterliche Ausbildung der Kinder war und ist Elfi eine Herzensangelegenheit. Seit vielen Jahren gibt es in Lengerich das „Elfi-Turnier“, ein besonderes und disziplinübergreifendes Juniorenturnier, das Elfi Korte ins Leben gerufen hat. Auch heute unterrichtet sie noch junge Menschen, vor allem natürlich auch die reitenden Enkel. Birgit Licher