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Großtierrettung: Herausforderung für die Feuerwehr

Mit Dummy Sam konnten die Feuerwehrleute den ­Ernstfall üben. Foto: G. Hauch

Die Feuerwehr Warendorf organisierte ein Training für die sichere und tierschutzgerechte Rettung von Pferden, Rindern und anderen großen Tieren. Denn die Zahl der Großtierrettungseinsätze nimmt zu.
Immer wieder müssen Pferde, Rinder oder andere große Tiere aus Notlagen befreit werden. Das können Gräben, Bachläufe oder Schlammlöcher in unwegsamem Gelände sein, aber auch Pools, Boxen am Reiterhof, oder bei Unfällen im Straßenverkehr der Transporter. Die Feuerwehr Warendorf hatte deshalb im September ein „Sicherheitstraining Großtierrettung“ für die eigenen und Rettungskräfte der benachbarten Feuerwehr Sassenberg organisiert. Als Referent und Trainer wurde Lutz Hauch, ehemaliger Berufsfeuerwehrmann, Rettungssanitäter, ausgebildeter Pferdesanitäter und Deutschlands ­einziger zertifizierter Großtierretter verpflichtet. Das ganztägige Sicherheitstraining begann mit einem zweistündigen Seminar, in dem Trainer Lutz Hauch Grundlagenwissen vermittelte. Dazu gehörten Themen wie Wahrnehmungen und Reaktionen von Tieren in Stresssituationen sowie die sich daraus ergebenden Gefahren ebenso wie Einsatzstrategien. Nach dem Theorieteil ging es für die Trainingsteilnehmer ans Eingemachte: Im praktischen Workshopteil im Gelände konnte das 20-köpfige Team das soeben erworbene Wissen in die Praxis umsetzen. Das geschah an Sam, Lutz Hauchs lebensgroßem Pferdedummy für Rettungsübungen. Die ­Trainingsteilnehmer tragen dabei ihre Schutzausrüstung, wie es auch im Einsatz Pflicht ist. Pferdedummy Sam mit seinem Gewicht von 200 kg und beweglichen Gelenken ließ alle Übungen geduldig über sich ergehen und verübelte Fehler nicht. Das Anlegen eines Notfallhalfters, die verschiedenen Fädeltechniken, um Spezialgurte unter das Tier zu bringen, unterschiedliche der jeweiligen Situation angepasste Verfahren, das Tier zu bewegen – alles wurde geübt. Gabi Hauch