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Warendorf holte Vierkampf-Sieg

Die Siegerteams: Warendorf (Gold), Höxter-Warburg (Silber) und Coesfeld (Bronze). Foto: A. González

Beim Westfälischen Mannschafts-Championat im Vierkampf treten die besten Vierkämpfer der Stadt-, Kreis- und Bezirksreiterverbände an. Vierkampf ist Mannschaftssport. Entscheidend ist die Gesamtleistung des Teams in den vier Teildisziplinen Laufen (3 000 m), Schwimmen (50 m Freistil), Dressur (Klasse A) und Springen (Stilspringprüfung Klasse A).

Im Jahr 2022 fand der Westfalenvierkampf aufgrund der Pandemie­situation in einer veränderten und kleineren Form statt. Viele Stadt-, Kreis- und Bezirksreiterverbände hatten signalisiert, dass das benötigte Training aufgrund der 2G-plus-Regelungen ein zu starkes Hemmnis für eine Durchführung im gewohnten Format war. Gastgeber für die Auflage 2022 war deshalb ausnahmsweise der Pferdesportverband Westfalen, der die Vierkämpfer am 12. und 13. März ins westfälische Pferdezentrum nach Münster-Handorf eingeladen hatte.
Zehn Mannschaften und eine Einzelreiterin hatten sich für das Westfälische Vierkampfchampionat gemeldet. Für die Sichtung zum Bundesnachwuchsvierkampf standen 20 Athleten auf der Starterliste. Als Richterinnen fungierten Christina Block, Ursula Hartmann und Heidi Rosenthal, die Turnierleitung hatte Daniel Stegemann vom Pferdesportverband Westfalen.

Warendorf holte den Sieg
Den Sieg sicherte sich nach den vier Teilprüfungen die Mannschaft des Kreisreiterverbands Warendorf unter der Leitung von Katrin Suttorp. Im Team ritten, liefen und schwammen Emelie Eichhoff, Lennard Füser, Judith Heimann und Mia Sandmann. Die Silbermedaille ging an das Team des Kreisreiterverbands Höxter-Warburg, Bronze sicherten sich die Vierkämpfer aus dem Kreisreiterverband Coesfeld.

In der Einzelwertung des Mannschaftschampionats siegte Rebecca Hüwe vom Team Coesfeld II vor Antonia Vogt aus der Mannschaft Höxter-Warburg und Lennard Füser, der für Warendorf II am Start war. Den Sieg bei den Nachwuchsvierkämpfern, die nicht älter als 14 Jahre sein dürfen, sicherte sich Philippa Busacker aus Münster. Thekla Hüwe aus Coesfeld gewann Silber vor Paul Suttorp aus Warendorf. Beim Nachwuchsvierkampf messen die Teilnehmer sich ebenfalls im Reiten (Dressur und Stilspringen Klasse E), Laufen (2 000 Meter) und Schwimmen (50 Meter Freistil).

Vom 22. bis 24. April finden im rheinischen Langenfeld Bundesvierkampf und bundesweiter Nachwuchsvierkampf statt. Jeder Landesverband darf je eine Mannschaft in die beiden Wettkämpfe entsenden. Die Vorauswahl für die westfälischen Teams fand im Rahmen des Westfalenvierkampfs statt. Dort hatte das Sichtungsgremium, bestehend aus dem Trainerteam Klemens Nachtigall und Uschi Mersch-Hebing sowie den Richterinnen Christa Middendorf und Sabine Möllmann jeweils fünf Jugendliche für die Teilnahme am Auswahllehrgang benannt. Er findet vom 8. bis 10. April in Rhede statt. Dort entscheidet sich, wer in Langenfeld in der Mannschaft schwimmt, läuft und reitet, und wer die Reserve-Athleten sind, die beim Vierkampf jederzeit eingewechselt werden können, sollte es zu einem Ausfall kommen.

Für den Bundesvierkampf (Klasse A) eingeladen wurden Helen Alichmann (Coesfeld), Leentje Escher (Coesfeld), Karlotta Eilers (Dortmund), Judith Peter (Coesfeld) und Antonia Vogt (Höxter-Warburg).
Am Nachwuchsvierkampf (Klasse E) dürfen teilnehmen: Philippa Busacker (Münster), Thekla Hüwe (Coesfeld), Elisa Kaschler (Borken), Mayla Lynn Langer (Borken) und Franziska Niehoff (Münster). go