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FEI plant Nenngelder an Preisgeld anzupassen

 Der Weltreiterverband FEI hat sich das amerikanische Modell zum Vorbild genommen und erwägt, weltweit langfristig bei internationalen Springturnieren ein einheitliches Start-/Preisgeld-Modell einzuführen. Im internationalen Springreiter-Lager und unter den deutschen Kaderreitern gibt es große Bedenken und deutlichen Widerstand gegen die Pläne des Weltreiterverbandes FEI, so berichtet die Deutsche Reiterliche Vereinigung.

Auch die deutsche FN selbst ist dagegen: "Die Pläne haben lediglich Vorteile für Turnierveranstalter, die ihre Turniere finanzieren müssen, nicht aber für Reiter und Pferdebesitzer“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. „Eine Angleichung würde es fast unmöglich machen, junge Reiter und Pferde an den Spitzensport heranzuführen. Und das hieße auch, dass die Lücke zwischen Basis- und Spitzensport noch weiter auseinanderklaffen würde.“

Und so würde gerechnet werden: Die Nenngelder wären abhängig von der Höhe des Preisgeldes. Dies hätte eine deutliche Erhöhung der Gebühren bei internationalen Springturnieren in Europa zur Folge, die Startgelder könnten bis über 1000 € schon für ein internationales Zwei-Sterne-S betragen.„Wir können uns überhaupt nicht vorstellen, dass die Start- und Nenngelder unter Umständen bis auf 1000 Euro pro Pferd angehoben werden. Dann müssten wir eigentlichen den Stall schließen“, sagt Ludger Beerbaum dazu.

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