Portrait

Ein gutes Auge für die Pferde

Der Coesfelder Züchter Karl Cramer und seine Ehefrau Regina mit Zuchtstute Diva Royal von Diarado.

Internationale Siegerstute, Siegerfohlen beim Deutschen Fohlenchampionat, Staatsprämienstuten, gekörte Hengste, S-Sieger: Karl Cramer aus Coesfeld hat viele züchterische Erfolge zu verzeichnen. Dabei waren seine Pferde schon in den 80er-Jahren topmodern und ihrer Zeit voraus.
Er gehört zu den treuesten Mitgliedern des Westfälischen Pferdestammbuchs: Karl Cramer aus Coesfeld ist seit dem 1. Januar 1975 Mitglied des Zuchtverbands, hat 57 Fohlen gezogen, darunter drei Staatsprämienstuten und zwei gekörte Hengste. 29 der von ihm gezüchteten Pferde sind im Turniersport erfolgreich und darunter wiederum sechs im Springsport der Klasse S. Die beiden bekanntesten sind sicherlich die unter Marie Ligges aus Ascheberg international erfolgreiche Westfalenstute Curly Sue von Cornet Obolensky-Grannus und der unter den beiden Springreitern Thomas Holz (Emsdetten) und Joachim Heyer (Cloppenburg) ebenfalls in internationalen S-Springen erfolgreiche Chattanooga, ein Sohn des Cornet Obolensky-Pilot. Und mit dem achtjährigen SG‘s Air Pilot ist ein weiteres Zuchtprodukt von Karl Cramer auf dem Sprung in den internationalen Springsport: Der Sohn des Arpeggio-Pilot wird von Toni Haßmann geritten und ist schon in nationalen S*-Springen erfolgreich. Für die Erfolge des Wallachs wurde Karl Cramer aktuell beim K+K-Cup in Münster am Samstagabend im Rahmen des Youngster-Tour Finales geehrt, und zwar als „Breeder of the Ruthmann Youngster Tour 2019“. Will heißen, dass SG‘s Air Pilot das erfolgreichste Pferd dieser Tour im Jahr 2019 war.
Doch wie begannen all diese Erfolge im Züchterstall Cramer? Karl Cramer wuchs mit seinen Geschwistern auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern in Coesfeld-Sirksfeld auf. Als Junge war es sein „Job“, sich um die Kaltblüter, die als Arbeitspferde auf dem Hof waren, zu kümmern und die Arbeit mit ihnen zu verrichten. Natürlich wurde für eigene Nachzucht im Pferdestall gesorgt. Hierfür ritt Karl Cramer auf dem blanken Rücken der Kaltblutstuten mehrere Kilometer zur damaligen Deckstelle nach Osterwick.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 02/2020 von Reiter & Pferde in Westfalen

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