Porträts

Münsters Antwort auf Saint Tropez

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(Foto: Polo Picknick Münster)

Beim „Polopicknick“ auf dem Hugerlandshof in Münster-Handorf gehen internationale Profis an den Start. Der Münsteraner Polospieler Sebastian Schneberger ist der Kopf hinter Münster Antwort auf die JetSet-Poloplätze dieser Welt. Er hat ein lässiges Turnier auf internationalem Niveau für die ganze Familie etabliert.

Der Mann, der Polo nach Westfalen geholt hat, heißt Sebastian Schneberger und ist Unternehmer aus Münster. Auf dem Hugerlandshof in Münster-Handorf betreibt er seinen Polo-Stall und hat zwei Rasenspielfelder als Trainingsfläche. 14 Poloponys werden dort trainiert und sind für Spiele jederzeit einsatzbereit.
Unterstützt wird Sebastian Schneberger von seinem „Groom“, wie im Polo die Pfleger genannt werden, und seinem argentinischen Partner und Profipolospieler Martin Podesta (Handicap +5). Der verbringt die europäische Spielsaison für Rasenpolo, also von Frühjahr bis Herbst im Münsteraner Polostall, um gemeinsam mit Sebastian Schneberger zu trainieren und zu Poloturnieren in ganz Europa zu fahren. Martin Podesta ist auch der Nachbar von Schnebergers Polopony-Farm in Argentinien. Denn mittlerweile züchtet der Münsteraner Polofan seine Nachwuchspferde im Heimatland des Polospiels selbst.
„Los Nocheros“, die „Nachtschwärmer“, nennen die beiden ihr deutsches Spielteam, für das sie sich passend zu den Turnieren jeweils zwei weitere Mitspieler suchen. Denn vier Spieler bilden beim Polo ein Team.

Saint Tropez, Ascona, Sylt, Madrid,  St. Moritz, Kitzbühel, das sind Europas Spielorte, wo Poloträume wahr werden. Was manch einem Zuschauer als Schicki-Micki-Sportart erscheint, ist für die Protagonisten des Polo etwas ganz anderes: Nämlich dynamischer, körperbetonter, extrem taktischer Sport bis an die Grenzen. Dazu das Leben einer Mensch-Pferd-Beziehung, Naturverbundenheit, Teamgeist, Lässigkeit und das Gefühl von Freiheit.

Für die Besucher ist ein Poloevent eine Riesenportion Landlust, die sie auf ihre Art zelebrieren. Mit Picknickutensilien locker auf Decken am Spielfeldrand sitzend, oder bei einem Cocktail an der mobilen Bar fachsimpelnd. Und natürlich in den Pausen über das Spielfeld laufend, um mit den Schuhen beim traditionellem „tritt-in“ von den Hufen herausgerissene Rasenstücke wieder einzutreten.

Dr. Jasmin Wiedemann

Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Ausgabe 7/2012 von Reiter & Pferde in Westfalen.

Hier finden Sie eine Bildergalerie vom Polopicknick 2012.