Ausbildung

Wie führe ich ein junges Pferd vertrauensvoll ans Gelände heran?

Mit Führpferd vorweg geht‘s hinein ins spritzende Wasser. Foto: S. Lafrentz

1. Das Geländetraining beginnt bei mir mit normalen Ausritten. Wir gehen erst mal zu zweit mit Führpferd ins Gelände – dann nehmen wir das junge Pferd mit zu ersten Gruppenausritten mit maximal vier Pferden, weil es sonst zu unkontrolliert wird – irgendeiner versucht immer, zu überholen. Bei diesen ersten Ausritten muss das Pferd im Schritt, Trab und Galopp gut kontrollierbar sein.

2. Wenn man mit Führpferd arbeitet, muss der Abstand zu ihm einerseits klein genug sein, dass das Führpferd das junge Pferd mitzieht, aber gleichzeitig groß genug für den Fall, dass das junge Pferd mal einen unkontrollierten Satz nach vorne macht, ohne dem Führpferd in die Beine zu springen. Ich lasse das Führpferd in neue Situationen, zum Beispiel ins Wasser, zwei-, dreimal vor dem jungen Pferd gehen. Im nächsten Schritt soll das Führpferd im Wasser oder auf der anderen Seite des Hindernisses warten. Im letzten Schritt wiederhole ich den Ritt ins Wasser oder den Sprung ohne Führpferd.

3. Nach den ersten Ausritten im Flachen nehmen wir das junge Pferd das erste Mal mit zum Galopptraining an den Berg, damit ich gucken kann, wie es bergauf- und bergabgeht.

4. Bei mir muss ein junges Pferd auch erst mal gut einen Parcours springen können, bevor ich mit ihm die ersten Geländehindernisse übe. Ich finde, es muss zunächst die Technik und den Ablauf sicher meistern und verstehen. Andere Vielseitigkeitsreiter fangen lieber draußen an, mit festen Hindernissen. Das ist mir zu unsicher: Wenn sich das Pferd anfangs mal vertut, ist es mir lieber, wenn die Stangen fallen.

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