Gesundheit

Wenn die Sommerzeit zur Hustenzeit wird

Die Weidesaison bringt vielen Pferden leider auch Husten­probleme wegen herumfliegender Gräser- und Kräuterpollen. Auch Pilzsporen am Boden können ihnen zu schaffen machen. Foto: C. Slawik

Hustende Pferde im Sommer? Immer mehr Pferde leiden daran, Tendenz steigend. Diesen Pferden macht nicht (nur) der Heustaub in der Box Probleme, sondern auch Pollenflug und Pilzsporen im Grünen. Wie kann man den Sommerhusten diagnostizieren und welche Behandlungen versprechen Erfolg?
Die Sommerzeit ist Weidezeit, aber leider immer häufiger auch Hustenzeit. „Auch, wenn es in Norddeutschland derzeit keine Statistiken gibt, ist eindeutig zu beobachten, dass Fälle von weideassoziierter Atemwegs­obstruktion zunehmen“, sagt Tierärztin Dr. Anja Cehak, Spezialistin für Atemwegserkrankungen in der Pferdepraxis Dr. Block & Dr. Czekalla im schleswig-holsteinischen Süsel.
„Weideassoziierte Atemwegsobstruk­tion?“ Hinter dem tiermedizinischen Begriff verbirgt sich eine Erkrankung, die in der Umgangssprache kurz und anschaulich „Sommerhusten“ heißt. Sie hat in der „stallassoziierten Atemwegobstruktion“, kurz Heustauballergie, ihr winterliches Spiegelbild. „Beides sind jahreszeitlich bedingt voneinander abweichende Unterformen der RAO“, erklärt Dr. Cehak.
Das Kürzel RAO steht für „Recurrent Airway Obstruction“ und ersetzt seit einigen Jahren die Bezeichnung „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ (Wiederkehrende Atemwegobstruktion) oder COPD; diese wurde ursprünglich vom sogenannten Raucherhusten des Menschen übernommen, passt aber nicht korrekt auf das Krankheitsgeschehen beim Pferd.
Egal ob Sommerhusten oder Heustauballergie, ob weide- oder stallassoziiert: Die Symptome sind vergleichbar. Zum Husten selbst gesellt sich häufig zunächst klarer, später dann weißlicher Nasenausfluss, vermehrtes Schwitzen, schnellere Ermüdung bei der Arbeit und viele weitere lästige Begleitumstände mehr.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 07/2018 von Reiter & Pferde in Westfalen.