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Krajewski akzeptiert Verwaltungsstrafe wegen Medikation

Julia Krajewski weiß nicht, wie die Substanz in ihr Pferd gelangen konnte.(Foto: S. Lafrentz)

 Bei Julia Krajewskis Pferd Samurai du Thot war die Medikationskontrolle bei den Europameisterschaften der Vielseitigkeitsreiter im polnischen Strzegom positiv ausgefallen. Bei der gefundenen Substanz handelte es sich um eine „Controlled Medication Substance“, nämlich Firocoxib. Damit verlor das deutsche Team EM-Silber. Julia Krajewski akzeptierte jetzt die Verwaltungsstrafe des Weltreiterverbandes und muss 3.500 Schweizer Franken zahlen. Eine Wettkampfsperre erhält sie nicht.
Für Krajewski ist der Fall aber noch lange nicht abgeschlossen. Sie hat umfangreiche Recherchen angestellt, um zu erfahren, wie das Medikament in ihr Pferd gelangen konnte. Ungewiss ist dennoch, wie ihre Laufbahn als Kaderreiterin und Nachwuchsbundestrainerin weiter aussieht.

Krajewski hatte auch die Möglichkeit gehabt, vor das FEI-Tribunal zu ziehen. Dort hätte sie eine Chance auf Freispruch gehabt, wenn sie hätte nachweisen können, wie die Substanz in ihr Pferd gelangt ist und dass sie daran keine Schuld trägt. Selbst ein Freispruch des Tribunals hätte jedoch nichts an dem Vorhandensein der positiven Wettkampfkontrolle, ihrer Disqualifikation und der damit einhergehenden Rückgabe der Team-Silbermedaille geändert. In den vergangenen Wochen hatte Krajewski weiter recherchiert, wie die Substanz Firocoxib in ihr Pferd gelangt sein könnte. Auch das DOKR stellte umfangreiche Nachforschungen an. So wurden unter anderem Krajewski als auch weitere unmittelbar beteiligte Personen eingehend befragt. Bislang konnte keine Klärung herbeigeführt werden. Julia Krajewski schließt einen Fehler in ihrem Stallmanagent nach umfassender Recherche aus.

Auch eine unabhängige Trainingskontrolle der Nationalen Anti-Doping-Agentur wies nach dem Championat Firocoxib im Pferd nach. Da jedoch eine Behandlung mit dieser Substanz im Behandlungsbuch von Samourai du Thot fehlte, zog dies automatisch eine Vertragsstrafe des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) gegen Julia Krajewski nach sich. Über ihre Zukunft als Kaderreiterin und Nachwuchsbundestrainerin wird der Exekutivausschuss des DOKR entscheiden. Der Ausschuss setzt sich zusammen aus Mitgliedern des DOKR-Vorstandes.

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