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Pferdeversorgung ist triftiger Grund - auch über 15 km hinaus

Zur Versorgung von Pferden darf man das Haus verlassen (Foto: Dr. J. Wiedemann)

 In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sollen die Bewohner den Bereich von 15 Kilometern rund um ihren Wohnort nur noch aus triftigem Grund verlassen. Die Bundesländer müssen dies nun erneut in ihren jeweiligen Corona-Schutzverordnungen umsetzen und definieren, was als triftiger Grund für das Verlassen des 15-km-Radius angesehen wird.
Aus Sicht der Pferdesportverbände muss die notwendige Versorgung und Bewegung von Pferden gemäß Tierschutzgesetz auch weiterhin ein triftiger Grund bleiben, um den eigenen Wohnort zu verlassen.
Bisher wurde die Versorgung von Tieren in den Bundesländern, in denen Ausgangsbeschränkungen galten, als triftiger Grund genannt. Dort können Pferdebesitzer oder von ihnen beauftragte Personen ihren Wohnort also weiterhin verlassen, um ihre Pferde zu bewegen und zu versorgen. In den FAQ auf der homepage der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ist unter www.pferd-aktuell.de/coronavirus beschrieben, was die notwendige Versorgung laut Tierschutzgesetz umfasst. Im Downloadbereich ist außerdem das Formular „Eigenerklärung Pferdeversorgung“ zu finden. Die FN empfiehlt allen Pferdebesitzern oder von ihnen beauftragte Personen, dieses Formular beim Verlassen des Wohnortes zur Versorgung/Bewegung von Pferden mit sich zu führen.
Das Robert-Koch-Institut aktualisiert täglich die bundesweiten Infektionszahlen. Demnach liegt die 7-Tages-Inzidenz derzeit in mehr als 70 Landkreisen bzw. Städten bei über 200. Im RKI-Dashboard können sich Bürgerinnen und Bürger über die 7-Tages-Inzidenzen in ihrem Landkreis informieren. Zusätzlich rät die FN dringend, sich regelmäßig über die geltenden Regelungen im eigenen Landkreis/der eigenen Gemeinde zu informieren und diese unbedingt zu befolgen.
Zudem wurden die Kontaktbeschränkungen verschärft. Private Zusammenkünfte sind nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Dies gilt zum Beispiel auch für gemeinsame Ausritte.

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