Porträt

„Das Kind ist das Wichtigste!“

Ein Ritt durch den „Zauberwald“ beim öffentlichen Ponyreiten am Sonntag. Foto: Dr. J. Wiedemann

So sehen es Alfred Kramer und Franz Marpert vom Vorstand des Vereins Fortuna e.V. in Stadtlohn. Der (Reitsport-)Verein bietet gehandicapten Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen mithilfe der Pferde Förderung und Rehabilitation. Mit viel Fachwissen und Praxis – aber vor allem auch mit Herz!
Die Kinder und Jugendlichen sind schon ganz aufgeregt und drängeln: „Dürfen wir jetzt die Pferde von der Weide holen?“ Ja, gleich geht es mit Halftern und Stricken bewaffnet los. Aber erst werden die sieben ehrenamtlichen Nachwuchshelfer von Franz Marpert, der „pädagogischen Seele“ der Johannes-Reithalle, liebevoll begrüßt und auf ihre Tagesaufgaben eingestimmt: „Danke, dass ihr heute alle gekommen seid, und nicht ins Freibad geht!“, lobt er sein Team an diesem warmen Sonntagvormittag.
Es ist gleich 13 Uhr und in einer Stunde beginnt auf dem Außenreitplatz das öffentliche Ponyreiten. Vorher müssen die neun Pferde und Ponys von der rund 500 Meter entfernten Weide geholt, geputzt und gesattelt werden. Cornelia Bogott, die als Bundesfreiwillige zum Reittherapiezentrum kam und nun fest angestellt ist, erklärt den eifrigen Helfern, wie es an diesem Sonntag unter ihrer fachlichen Aufsicht laufen wird: „Es sind immer zwei Pferde im Einsatz. Dina und Pacco sind die ersten beiden Pferde. Es laufen zwei Helfer pro Pferd mit: Einer führt das Pferd am Strick, einer geht neben dem Reiter mit. Nach anderthalb Stunden werden die Pferde gewechselt. Für die Pferde stehen Wasserbottiche am Reitplatz. Lasst sie daraus trinken, wann immer sie mögen. Wenn ihr selbst etwas trinken gehen mögt, meldet euch bitte ab, damit ihr am Pferd vertreten werdet“. So, nun ist die Aufgabenverteilung für das öffentliche Ponyreiten klar – Stalldienst, Pflege der Pferde, Assistenz bei der Reittherapie und das Ponyführen mit den Kindern gehören nämlich zum Aufgabenbereich von Cornelia Bogott.
Die verteilt nun noch die Wertmarken für Essen und Trinken an die fleißigen jugendlichen Helfer, die ihren Sonntag für die Johannes-Reithalle opfern.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 09/2019 von Reiter & Pferde in Westfalen