Reitsport

Westfalen: 16 Medaillen!

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A la Carte NRW siegte unter Kendra Claricia Brinkop bei den siebenjährigen Springpferden. Foto: U. Beelitz

Westfälische Pferde holten bei den Bundeschampionaten sechs Gold-, fünf Silber- und fünf Bronzemedaillen. Damit ist das Westfälische Pferdestammbuch erfolgreichster Zuchtverband des Championats.
Springen:
Siebenjährige Springpferde: Im Finale des Warendorfer Youngster Championats für die siebenjährigen Springpferde sicherte sich Landbeschäler A la Carte NRW den Sieg. In einem aufregenden Stechen zeigte Reiterin Kendra Claricia Brinkop, dass der Abke-Lux-Sohn (Z: Jenny Ekkel, Geesteren/NL) die engsten Wendungen beherrscht und versetzte Christian Kukuk mit Hannoveraner Cornwall auf Rang zwei. Platz drei ging an die Holsteinerstute Qienna unter Christian Hess. In der ersten Finalqualifikation hatten A la Carte NRW und seine Reiterin noch einen Abwurf hinnehmen müssen und sich nicht platzieren können. In der zweiten Qualifikation wurden sie Siebte. Nach dem gelungenen Finale war sich Kendra Claricia Brinkop sicher: „Es war an der Zeit, auf uns aufmerksam zu machen. Ich wollte den Züchtern zeigen, wie toll A la Carte ist“, sagte die 20-Jährige. Nach der erfolgreichen Saison in den Youngster Touren, unter anderem mit dem zweiten Platz in Balve, war der Sieg die Krönung. Gefestigt hatte sich über die Saison auch das Vertrauen der beiden zueinander. So wusste Kendra, die gerne viel riskiert, dass A la Carte ein gewagtes Stechen mitgehen würde. Es klappte, und das, ohne den Rhythmus zu verlieren. Für die Weltmeisterschaft der Jungen Springpferde Mitte September im belgischen Lanaken war A la Carte qualifiziert, doch um das junge Pferd zu schonen, wurde auf einen Start verzichtet. Susanne Schmitt Rimkus, Leiterin des NRW Landgestüts, war sich schon nach dem Finale in Warendorf sicher: „Das war ein Highlightjahr für A la Carte. Nicht nur sportlich, sondern auch züchterisch“, sagte sie. So präsentierten sich in diesem Jahr die ersten dreijährigen Nachkommen von A la Carte NRW mit Erfolg. Bei der Westfälischen Eliteschau Ende Juli in Münster stellte der Körsieger von 2010 drei von sechs springbetonten Reitpferdestuten im Endring und mit A la Calinca die Siegerstute. „Die Stuten haben das, was ihn selbst auszeichnet“, sagt Susanne Schmitt Rimkus. So ist A la Carte NRW neben seiner Sportkarriere auch weiterhin im Deckeinsatz. „Für uns war es wichtig, dass auch Kendra in einer Züchterfamilie aufgewachsen ist“, sagt sie. Kendra Claricia Brinkop bekommt A la Carte NRW als Mitglied der Perspektivgruppe Springen des DOKR zur Verfügung gestellt. Im 14-köpfigen Stechen des Warendorfer Youngster Championats waren neben A la Carte noch drei weitere westfälische Pferde vertreten, die alle das Stechen mit einem Abwurf beendeten: Quantador von Quinta Real-Cornet Obolensky (Z.: Georg Kaiser, Salzkotten) unter Bastian Freese auf Rang acht, Fairmont E von Ferragamo-Rockwell (Z.: Gestüt Eichenhof, Bielefeld) unter Mario Stevens auf Rang neun und Channing L von Cornet Obolensky-Dinard L (Z.: Kai Ligges, Ascheberg) auf Rang zehn. Der Wallach absolvierte unter Toni Haßmann aus Münster ein äußerst erfolgreiches Bundeschampionat: In der zweiten Finalqualifikation belegte das Paar sogar Rang zwei. In dieser Saison verzeichneten die beiden schon viele Siege und Platzierungen bis zu **S-Springen. Channing L ist in Besitz von Mathieu Beckmann; er kaufte den Wallach vierjährig von IB Berger – ungesehen am Telefon. Zunächst von Johannes Baberg auf Turnieren vorgestellt, ging er Anfang 2014 in den Beritt von Toni Haßmann über und soll dort auch bleiben. Ein Verkauf ist nicht geplant. „Dieses Pferd ist Leidenschaft“, sagt Mathieu Beckmann. „Ich habe viele Pferde, aber dieses Pferd liebe ich. Er ist unglaublich schlau und hat einen tollen Charakter“, schwärmt der Wettringer Hengsthalter. S. Ronge

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 10/2015 von Reiter & Pferde in Westfalen.