Sport

Neuer Name, bewährtes Konzept

Sieger im Großen Preis waren Nisse Lüneburg und Luca Toni. Foto: T. Hartwig

Die OWL-Challenge bot neben internationalem Springsport auf Drei-Sterne-Niveau auch den regionalen Aktiven die Möglichkeit, sich vor großer Kulisse zu präsentieren.
Die ostwestfälische 150 000-Einwohner-Stadt Paderborn, bereits in den 60er und 70er Jahren Schauplatz bedeutender Turniere, ist seit 2003 wieder Austragungsort einer Pferdesportveranstaltung mit nationaler und seit 2006 auch mit internationaler Bedeutung. Zudem dient seit dieser Zeit der Paderborner Schützenplatz zugleich als malerische Kulisse einer Etappe der Riders Tour, der wichtigsten deutschen Springsportserie. In diesem Jahr firmierte das CSI*** erstmals unter dem neuen Namen „OWL-Challenge“, wobei das Kürzel als Abkürzung für die Region Ostwestfalen steht. Auch 2019 sah das Mitte September ausgetragene Turnier zahlreiche ausländische Teilnehmer, die in mehreren Prüfungen etliche Erfolge erzielen konnten. Allein die Vergabe der Podest-Plätze im Großen Preis, fünfte Etappe der Riders Tour, blieb eine innerdeutsche Angelegenheit. Denn mit einer taktischen Meisterleistung sicherte sich der Schleswig-Holsteiner Nisse Lüneburg mit Luca Toni den Großen Preis. Der 30-Jährige, der bereits drei Mal das Deutsche Springderby in Hamburg gewonnen hat, ging in der Siegerrunde mit einem besonderen Handicap an den Start. Da Lüneburg und sein Oldenburger im Normal­umlauf einen Abwurf hatten, mussten sie als Schlechteste der 13 für die Siegerrunde qualifizierten Paare als erste an den Start gehen. In der Zeit von 39,02 Sekunden brachte Lüneburg seinen zwölfjährigen Lord Z-Sohn fehlerfrei ins Ziel. „Ich wusste, dass ich als erster Starter in der Siegerrunde alles riskieren musste, um nach vorn zu kommen“, so lautete anschließend Lüneburgs Kommentar. Er hatte eine Vorgabe abgeliefert, an der sich seine zwölf Mitbewerber die Zähne ausbissen. Schneller war lediglich David Will, der mit Never Walk Alone nur 38,94 Sekunden für den Parcours benötigte, aber mit einem Abwurf auf Platz zwölf zurückfiel. Am dichtesten an das Ergebnis von Lüneburg kam Mario Stevens aus Molbergen, der mit Landano OLD auf Platz zwei landete. Dritter wurde Patrick Stühlmeyer aus Steinfeld mit Varihoka du Temple. Bester Westfale im Großen Preis war der Sendenhorster Gerrit Nieberg mit Contagio auf Rang acht.  Das Championat von Paderborn sah mit Finja Bormann aus dem niedersächsischen Königslutter eine der zahlreichen hoch talentierten Nachwuchsspringreiter Deutschlands als Siegerin. Mehr als eine halbe Sekunde mehr benötigte Eiken Sato aus Japan, um mit Chacano strafpunktfrei ins Ziel zu kommen – Platz zwei. Der stets für schnelle Ritte im Stechen bekannte Felix Haßmann aus Lienen lieferte mit SIG Captain America von Captain Fire-Collin L (Z.: Gut Darß, Born) die drittschnellste Nullrunde ab. Christopher Kläsener vom RV Dorsten und Aspen belegten im Championat Rang sechs.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 11/2019 von Reiter & Pferde in Westfalen